Cebit 2k10
Letzten Samstag waren zwei meiner Kommilitonen und ich seit Langem mal wieder auf der Cebit. Nach ein paar Startschwierigkeiten (zwei falsch gestellte Handywecker) konnten wir 8:34 Jena per Raumschiff verlassen. An dieser Stelle nochmal großes “Sorry” an Micha, der echt 6:30 sehnsüchtig am Ufo stand, während wir anderen so langsam das Land der Träume verließen.
Nach längerer Parkplatzsuche haben wir uns entschlossen, das Teil auf irgendeinem Mast zu parken. Das funktionierte auch ganz gut wie man im Bild sehen kann.
Motiviert und munter wie eh und je mischten wir uns unter das gemeine Volk der Beutelratten. Wem dies kein Begriff ist: die Beutelratten sind eine Art Messebesucher, welche sich dadurch auszeichnen, mit großen, meist bunt bedruckten Beuteln alle Stände auf der Suche nach Werbegeschenken abzugrasen. Der Anteil der Beutelratten unter den Messebesuchern ist an Wochenenden meist höher als an Werktagen.
Unsere Reise begann in Halle 13 gefolgt von Halle 12. Der Schwerpunkt lag hier auf Business Communications & Networking, eine Thematik die besonders Micha schwer beeindruckte. Til und ich wunderten uns jedenfalls sehr darüber, dass vertikal eingebaute Stromsteckerleisten in Serverschränken als Innovation gelten. Nunja, als Entwickler setzt man wohl andere Schwerpunkte :)
Im Übergang von Halle 12 zu Halle 9 (ja wir haben einige Hallen übersprungen) entstand dann auch folgendes Foto. Wer sich jetzt wundert warum Micha und Til nicht in die Kamera schauen, die Faszination für das um 180° schwenkbare Display meiner 3 Jahre alten Handgepäck-Canon war einfach zu groß…
In Halle 9 angekommen, begann für mich persönlich der interessante Teil der cebit, der “future parc”. Hier stellten alle Bundesländer ihre innovativsten Projekte vor, darunter beispielsweise die wissensbasierte Suchmaschine für biomedizinische Texte GoPubMed der TU Dresden. Weiterhin konnte man die aktuellen Projekte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie begutachten. Das im Rahmen des Theseus-Programms vorgestellte Projekt Alexandria zeigte beispielsweise wie das im Web2.0 verfügbare Wissen besser vernetzt und leichter zugänglich gemacht werden kann. Schwerpunkt ist hier die semantische Suche, bei der Anfragen in natürlicher Sprache gestellt werden. Seeehr beeindruckend. Die FSU Jena stellte das Projekt Mehrdimensionale Wortschatzvernetzung vor, welches es sich zum Ziel gesetzt hat den deutschen Wortschatz anhand einer Lemma Maske zu analysieren und die Ergebnisse in einer auf semantischen Technologien basierenden Datenbank zu übertragen.
Nach etwa 1,5 Stunden im “future parc” setzte sich unserer Rundgang bis zur Halle 4 fort. Dort traten wir sofort die Suche nach meinem Arbeitgeber, der sones GmbH, an. Mitten unter den vielen Microsoft Partnern fanden wir die Jungs auch relativ flott und trafen auf cosh und ho.lie im schicken Buiness-Dress. Nachdem die beiden netterweise meinen Kommilitonen erklärt haben was wir so tun, entstand folgendes Foto:
Nachdem wir noch den restlichen Microsoft-Stand begutachtet haben und aufgrund der hohen Besucherdichte leider nur wenige Einblicke in Visual Studio 2010 und Office 2010 bekamen, stellte sich ein leichtes Hungergefühl ein und wir entschlossen uns so langsam die Heimreise anzutreten jedoch nicht ohne einen kleinen Abstecher ins das zu Beginn erspähte Lokal einer bekannten Fast Foot Kette zu unternehmen (mjam).
Beim Durchstreifen des cebit Geländes hatten wir kurz das Gefühl ein bekanntes Gesicht zu sehen :P
Unter diesem Motto möchte ich auch den Bericht über unseren Ausflug abschließen. Der Ausflug hat sich gelohnt, wenn man mal vom Muskelkater von 4!!Stunden Fußmarsch absieht :)



